Müllentsorgung auf “ neudeutsche“ Art

19. Dezember 2015 | Von | Kategorie: Kisdorfer TOP Themen, Umwelt

Es gibt graue Tonnen, braune, blaue und nun auch orangefarbene Tonnen. Aber offensichtlich sind wir Deutschen nicht nur gute Müllproduzenten und  gute Müllsortierer, sondern zweifelsfrei sehr fragwürdige Entsorger.

Da es in Kisdorf kein Obdachlosenheim gibt, haben wir auch keine Obdachlosen, denen wir diesen Frevel in die Schuhe schieben könnten. Ich bin auch überzeugt, dass dieser Schmutzfink nicht extra aus dem Ausland nach Kisdorf gekommen ist, sondern dass es sich um jemanden aus unserer Gemeinde, unserem Kreis,  unserem Land handelt. Ich will aber nicht glauben, dass dies Teil unserer deutschen Leitkultur ist.

Bleibt die Frage, warum wurde der Müll hier abgelegt? Schuld dessen, der seinen Müll in die Landschaft wirft oder vielleicht doch Schuld der Gemeinde? Wo soll dieser arme Entsorger auch so einen großen Teddy loswerden. Also in die Restmülltonne passt er nicht, in den Container für Bekleidung auch nicht und in die Öffnungen des Glascontainers schon gar nicht! Und so ein Biest muss doch vor Weihnachten noch entfernt werden – man braucht doch Platz im Kinderzimmer für die neuen Weihnachtsgeschenke. Aber als Gemeinde hatten wir in diesem Falle noch Glück. Der illegale Müllentsorger hätte die Gemeinde ja auch anzeigen können, dass sie keinen Sichtschutz eingerichtet hat und er so noch immer das Risiko läuft, entdeckt zu werden. Schließlich war der Teddy, wie man sieht, nicht sein einziger Müll. Das dauert schon ein bisschen, bis man das ganze Zeugs los ist. Auch Täter haben ein Recht auf Privatsphäre!

Oder habe ich diese Art Entsorgung nur falsch verstanden – Handelt es sich bei diesem Entsorger sogar  um einen Gutmenschen, der sagt, Müll in der Landschaft trägt zur besten und sichersten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme aller Zeiten bei. Weggeworfener Müll stört! Also brauchen wir jede Menge Menschen in Festanstellung, die diesen sammeln und einer legalen Entsorgung zuführen. Wir könnten ja weitere Gemeindearbeiter einstellen! Die Rentenkassen würden eine neue Blüte erleben und auch die Krankenkassen bekämen neue Mitglieder und die Beiträge müssten nicht mehr steigen. Endlich hätten wir wieder Vollbeschäftigung. Allein –  mir fehlt der Glaube!

Für mich ist dies einfach nur eine große Sauerei und sollte ich jemals so einen Entsorger sehen, würde es mir in den Fingern jucken, ihm nicht nur seinen Müll in seinen Garten zu werfen…….

Doris Möller

Ein Kommentar auf "Müllentsorgung auf “ neudeutsche“ Art"

  1. Kisdorfer sagt:

    Was soll denn dieser Artikel?

    Hier wird unterschwellig gegen Odbachlose und gegen Ausländer Stimmung gemacht. Dem normalen Leser wird nur der Zusammenhang zwischen Obdachlosen, Ausländern und Müll in Erinnerung bleiben.

    Das ist nicht nur unnötig, sondern gefährlich.

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